Herausforderungen für das Szenario-basierte Testen von automatisierten Fahrzeugen

Beschreibung

Die Freigabe von sicherheitskritischen, komplexen Systemen wie automatisierten Fahrzeugen setzt das Vorhandensein von stichhaltiger Evidenz für deren sicheren Betrieb voraus. Traditionell wird diese Evidenz durch Verifikations- und Validierungsaktivitäten der ISO 26262 bzw. ISO 21448 und Distanz-basiertem Testen gewährleistet. Solche Ansätze sind mit zunehmendem Automatisierungsgrad und damit einhergehendem Wegfall der Rückfallebene Mensch, beginnend mit SAE Level 3, nicht mehr ausreichend. Daher werden ergänzende Methoden für die Absicherung benötigt. Eine solche Methode könnte das Szenario-basierte Testen hochautomatisierter Fahrzeuge sein, welches darauf abzielt Testszenarien aus einer handhabbaren Menge von Szenario-Klassen abzuleiten. Ob der Szenario-basierte Ansatz für die Verifikation & Validierung automatisierter Fahrzeuge effektiv sein kann, hängt von der Konsistenz und der Substanz des Prozesses und seiner Teilschritte, sowie deren argumentativer Verknüpfung ab.

Im Online-Seminar «Herausforderungen für das Szenario-basierte Testen von automatisierten Fahrzeugen» behandeln wir die folgenden Fragen:

  • Wie kann ein generischer Prozess für das Szenario-basierte Testen automatisierter Fahrzeuge aussehen? Welche Prozessschritte sind notwendig?
  • Welches sind die methodischen Herausforderungen für den Gesamtprozess des Szenario-basierten Testens und für die einzelnen Prozessschritte?
  • Welche existierenden wissenschaftlichen und praktischen Ansätze begegnen diesen zentralen Herausforderungen? Wie erfolgreich sind sie?
  • Wie können die notwendigen Evidenzen der einzelnen Prozessschritte in einer Sicherheitsargumentation kohärent verknüpft werden?

Referent / Dozent

Seit 2018 arbeitet Dr. Christian Neurohr als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Verkehr des OFFIS e.V. – Institut für Informatik – in der Gruppe „System Concepts and Design Methods“ an Methoden zur Verifikation & Validierung automatisierter Fahrzeuge. Aktuelle Schwerpunkte liegen hierbei auf der Entstehung von Kritikalität im Verkehr („Kritikalitätsanalyse“) sowie Gefährdungs- und Risikoanalysen für hochautomatisierte Fahrzeuge, welche in den Forschungsprojekten VVMethoden bzw. PEGASUS entwickelt werden und wurden.
Sein akademischer Werdegang begann mit dem Studium der Mathematik an der Technischen Universität Kaiserslautern (B.Sc., M.Sc.) und der Universität Oslo (M.Sc.), gefolgt von einer Promotion in der Mathematik an der Universität Oldenburg (Dr. rer. nat.) mit anschließendem Kurzaufenthalt an der University of Sydney als Visiting Researcher

Teilnahme

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Veranstaltungsinformationen

Datum 15.12.2021 - 17:00
Ende 15.12.2021 - 18:00
Anmeldeschluss 15.12.2021 - 17:00
Kostenpflichtig Nein
Ort Online